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»Wenn ich es thäte, Mylady,« entgegnete Martins, »und dabei ertappt würde, ſo verlöre ich ſicherlich meinen Poſten, abgeſehen von der ſchweren Strafe, die mir obendrein
1 aufgelegt werden würde.«
»Wie viel bringt Euch euer Poſten ein, mein Freund?“
»Zehn Guineen jährlich, Mhlady.«
»Suſanne, bezahlt ihm zehn Jahre, damit ich, ehe ich den letzten Seufzer aushauche, auf die Lippen meines todten Geliebten noch einen letzten Kuß drücken könne.«
Zum erſten Male, ſeitdem die Irländerin ſich Lady Went⸗ worth gewidmet, zögerte ſie. Sie hatte ihr das Gift gegeben, welches ſie tödten ſollte, ſie hatte ſie bis an Monmouth's Schaffot begleitet, ſie hatte ſie aufrecht erhalten und ermu⸗ thigt, während ſie ſich anſchickte, den tödtlichen Trank zu ſich zu nehmen, aber vor der Forderung, welche jetzt an ſie geſtellt ward, wäre ihr Muth beinahe wankend geworden.
Lady Wentworth bemerkte dies Zögern.
»Iſt es möglich, Suſanne,« rief ſie,„daß Ihr Euch weigert, meine letzte Bitte zu erhören? Ach, wie gern möchte ich, ehe ich ſterbe, von der Unerſchrockenheit eures Gemüthes eben ſoüberzeugt ſeyn, wie ich von der Güte eures Herzens über⸗ zeugt bin! Suſanne, meine Schweſter, meine Stütze, mein Schutzengel, ich bitte Euch auf den Knien darumls
»Hier ſind hundert Guineen, Mr. Martins,« ſagte Su⸗ ſanne,„und ich verſpreche Euch überdies, daß Ihr die St.⸗ Peterscapelle nicht verlaſſen werdet, als um die von St.⸗Ja⸗ mes oder Whitehall zu betreten. Oeffnet dieſen Sarg.«
Der Sacriſtan beeilte ſich zu gehorchen. Der Deckel ward gehoben und der Körper und der Kopf des Sohnes Carls II. zeigte ſich den Blicken der Umſtehenden.


