Teil eines Werkes 
[3. Band] (1858)
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»Ich habe nicht nöthig nach Hauſe zu gehen,« rief Ketch, der ſich mittlerweile wieder gefaßt hatte.»Man führe mich zu dem Lord Oberrichter, mit welchem ich in einer Stunde nach den weſtlichen Grafſchaften abreiſe.«

Indem der Nachrichter dieſe Worte ſprach, entfernte er ſich, von ſeiner Escorte umgeben, von dem Tower, während Tauſende von Männern und Frauen aus dem Volke ſich her⸗ beidrängten, um ihre Tücher in das Blut des Märthrers ihres Glaubens zu tauchen.

»Glaubt Ihr denn,« ſagte eine wackere Fiſchhändlerin zu dem Beſitzer der Brauerei zumgoldenen Hopfen,« indem ſie ihr von Monmouth's Blute getränktes Tuch zeigte,glaubt Ihr denn, Jack Ketch habe aus Ungeſchicklichkeit oder zu ſeinem eigenen Vergnügen ſo gehandelt? Das glaubt ja nicht, lieber Nachbar! Begreift Ihr denn nicht, daß Mylord Jeffreys ihm befohlen hat, alles dies zu thun?«

»Und wer hat Euch denn geſagt, daß ich das nicht be⸗ greife?« entgegnete der Brauer ein wenig verletzt.»Bin ich vielleicht dümmer oder blinder als andere Leute?«

»Nein, das nicht, aber Ihr ſehet doch nicht Alles; Ihr wißt nicht Alles.*

Nun, was gibt es denn noch?«

»Seht, Nachbar, eher will ich glauben, daß man Wall⸗ fiſche in den Gräben des Tower fangen kann, als ich mir den Glauben nehmen laſſe, daß Jacob der Papiſt hinter dieſer gan⸗ zen Schändlichkeit ſteckt.«

»Na,« ſagte ein Gerbergeſell,der König wird Jack Keich doch nicht umſonſt begnadigt haben!« »Er hat, ſetzte ein Fleiſchergeſell hinzu,ihn nur un⸗

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