Teil eines Werkes 
[3. Band] (1858)
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»Alſo, Mr. Roſe,« entgegnete Jack Ketch in ſtolz ver⸗ ächtlichem Tone,»in euren Augen gibt es keine großen Feld⸗ herrn als ſolche, die niemals eine Niederlage erlitten haben, keine großen Wundärzte als ſolche, denen niemals eine Ope⸗ ration mißglückt iſt? In dieſem Falle werdet Ihr zugeben, daß man die glorreiche Liſte von Namen, die man Euch vor⸗ legen könnte bis auf den letzten dieſer Namen ſtreichen müßte. Uebrigens handelt es ſich jetzt gar nicht darum. Ihr nehmet die Frage verkehrt Ihr ereifert Euch ganz ohne allen Grund. Ich habe Euch durchaus nicht verletzen wollen, als ich ſagte, daß Ihr nichts vom Handwerk verſtündet und daß Ihr nicht einmal die erſten Anfangsgründe desſelben inne hättet. Weit entfernt davon ich wollte im Gegentheile Euch mit meiner Erfahrung zu Hilfe kommen ich wollte Euch gute Rathſchläge und ſogar erlaubt mir es zu ſagen, Unterweiſungen geben. Und in der That, Ihr bedürft deren wirklich, mein lieber Nachfolger. Das, was ich Euch da ſage, darf eure Eigenliebe durchaus nicht verletzen. Habt Ihr bei eurem alten Handwerk als Fleiſcher nicht, ehe Ihr einen Ochſen geſchlachtet habt, gelernt, wie man ihn nieder⸗ ſchlägt, wie man ihm das Blut abzapft? Wohlan wie könnt Ihr daher glauben, daß man einen Menſchen töd⸗ ten kann, ohne es vorher gelernt zu haben? Hört mich, Roſe; ich bin offen gegen Euch geweſen laßt mich es nicht bereuen. Ich habe Euch geſagt, daß ich mich über eure Ver⸗ leumder geärgert, weil die Verachtung, die ſie gegen Euch an den Tag legten, auf die Kunſt ſelbſt, auf die Stadt London und folglich auch auf mich ſelbſt zurückfiel. Das iſt wahr und eben deshalb möchte ich ich verſchweige Euch meine Be⸗ weggründe nicht einen geſchickten Mann, einen ausgezeich⸗ neten Künſtler aus Euch werden ſehen.«