gens, welcher in einiger Entfernung nach einigen Schritten eben Halt gemacht hatte. In dieſem Wagen ſaß Mylord Zef⸗ freys. Er that an mich einige Fragen über das, was vorge⸗ fallen war, ſagte mir viele Beleidigungen ins Geſicht und gab dann Befehl, mich hierher zu bringen und einzuſperren. Und nun bin ich da.«
»Ketch! Jack Ketch! Mein lieber Freund!« rief Roſe mit bewegter Stimme,„kommet näher, damit ich Euch die Hand drücke— was Ihr da gethan habt, iſt ſehr ſchön— welche Dankbarkeit— welche—6
»Ach, Mr. Roſe* entgegnete Ketch,„Ihr habt nicht Urſache, mir zu danken. Was ich gethan habe, habe ich ge⸗ than, um die beleidigte Ehre unſerer Kunſt zu rächen. Für Euch habe ich es nicht gethan! Wenn nur von Euch die Rede geweſen wäre, ſo hätte ich— ich ſage Euch dies ohne Um⸗ ſchweife— nimmermehr gethan, was ich gethan habe, denn ich bin ſelbſt der Meinung derer, welche Euch für einen Töl⸗ vel und ungeſchickten Arbeiter erklären. Ich finde, daß Ihr noch nicht das erſte Wort von dem Handwerke wißt, daß Ihr noch nicht einmal die Anfangsgründe davon inne habt.«
„So, findet Ihr das wirklich?« rief Roſe auf das em⸗ pfindlichſte verletzt;„Ihr findet das wirklich? Aber wer ſeyo Ihr denn, daß Ihr das Recht zu haben glaubt, auf dieſe Weiſe mit mir zu ſprechen? Man erhebt die Stimme nicht ſo laut, verſteht Ihr, Mr. Ketch, wenn man eine Hinrichtung wie die des Lord Ruſſel auf dem Gewiſſen hat; wenn man viermal hauen muß, ehe man einen Kopf vom Rumpfe herun⸗ terbringt, dann ſchlägt man hübſch die Augen nieder. Man verſteckt ſich und erdreiſtet ſich am allerwenigſten, ſich für einen großen Künſtler auszugeben.«


