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Irländerin fragen, warum ſie an Lord Henry Lisle ſo gro⸗ ßen Antheil nähme.— Wißt Ihr wohl, mein armer Freund, was das arme Mädchen, welches Ihr ſo innig liebt, ihm antwortete?«
»Sagt es mir, Mylord,« murmelte der Page, deſſen Wange aſchfahl geworden war.
»Sie entgegnete einfach die Worte: Weil er mein Geliebter iſt.«
»Wehe ihr! wehe ihm!« rief Chiffinch mit einer Wuth, die er nicht mehr zu unterdrücken vermochte.
»So iſt es mit der Liebe,« bemerkte Jeffrehs;„Leiden, Kummer, Thränen, Wuth— welche traurige, elende Beſchäf⸗ tigung, während der Ehrgeiz— Ach Chiffinch, wenn Ihr nur Euch endlich entſchlöſſet, die Liebe ſo zu behandeln, wie ſie es verdient, ſie für das zu nehmen was ſie iſt,— ein Spielwerk, dem man nur ſeine verlornen Augenblicke widmen darf und wenn man nichts Beſſeres zu thun hat als wieder zum Kinde zu werden. Und wie könnt Ihr auch jemals hoffen, dieſe kleine Vagabundin, die Suſanne, welche auf den Land⸗ ſtraßen umherläuft, um ihren Liebhabern Beiſtand zu leiſten, jemals allein zu beſitzen! Ich glaube nicht, daß Ihr auf ſie verzichtet.— Wenn ſie ſich auch bald dem einen bald dem Andern hingegeben hat, ſo iſt ſie deswegen nicht weniger ſchön. Wie könnt Ihr aber in ihren alleinigen Beſitz gelangen? Da⸗ durch, daß Ihr Goid, wieder Gold und nochmals Gold an ſie verſchwendet. Wo aber ſollt Ihr dieſes Gold hernehmen, wenn Ihr nicht irgend einen in einem Winkel verſteckten unerſchöpf⸗ lichen Schatz beſitzet?⸗
„Ach, Mylord, könnt Ihr denn nicht aufhören, mich zu verſpotten 76
»Ich verſpottete Euch nicht, mein vortrefflicher Freund


