Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Ah, ja, das war die Beilage; man legt ein mit Snoblauch eingeriebenes Stückchen Brod darein, man

nennt das, wie Sie wohl wiſſen, einen Chapon...

ich habe davon gegeſſen, denn ich eſſe dieſes Gericht für mein Leben gerne. Ach, Unglückliche!... aber Sie vergiften!... Wie, ich vergifte? Ja, Sie riechen ſchrecklich nach Knoblauch... Riechen Sie ihn nicht gerne2... Mein Gott, ich hätte es vermuthen können... Adolph roch ihn auch nicht gerne. Knoblauch eſſen! und Sie wußten doch, daß ich Sie Abends in die Oper führe!... das zeigt nicht von geſundem Menſchenverſtand... Sie begehen in der That nichts als Dummheiten!

Mein Gott! es thut mir ſehr leid... wenn ich gewußt hätte. ich habe nicht daran gedacht... Deſ⸗

ſenungeachtet wegen eines Stückchens Chapon mir ſo zu zürnen!... Sie ſind heute ſehr böſe!...

Ich bemerkte, daß ſie im Begriff war, zu wei⸗ nen; bereits verzog ſich ihr Mund, ihre Augen trüb⸗ ten ſich. Ich tröſtete ſie, drückte ihr die Hand, dachte aber dabei immer, wie ich wohl dieſen Geruch, der alle unſere Nachbarn in der Oper aufmerkſam auf uns machen mußte, vertreiben könne.. Ah!... gut.. ich glaubte, ein Mittel gefunden zu haben⸗

Kutſcher, halt an dem erſten beſten Gynditor⸗ laden, den Du bemerkſt.

Gut, Herr!.

Es ſtand nicht lange an, ſo hielten wir an einem

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