Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

128

Perſon eintreten, wo ſich zwei andere Weiber, die wenigſtens Wäſcherinnen oder Flickerinnen ſind, be⸗ finden; ſie ſitzen um den Ofen herum, ſtehen aber bei meinem Anblick auf, während die Nachbarin mir einen Seſſel anbietet.

Setzen Sie ſich gefälligſt, mein Herr.

Madame, bemühen Sie ſich nicht; ich will bloß ein Wort mit Ninie ſprechen und...

Setzen Sie ſich doch, es wird Sie keine größere Mühe koſten!...

In dieſem Augenblick kommt Ninie halb angeklei⸗ det aus einem anſtoßenden Zimmer und ſagt zu mir: Da bin ich, mein lieber Freund, ich bin bald fer⸗ tig; ich ziehe mein neues Kleid an, und konnte mich nicht ganz allein ankleiden.. es muß zugeſchnürt werden, und Frau Ballü hat die Güte und hilft mir.

Ich mußte mich darein ſchicken, und ſetzte mich, während Frau Ballü Ninie vollends ankleidete, machte

aber ein furchtbar ſaures Geſicht. Man fühlt ſich ſo

unbehaglich, wenn man nicht an ſeinem Platze iſt!

Die zwei Klatſchbaſen, welche bei meinem Ein⸗

treten aufgeſtanden waren, ſetzten ſich wieder und fuhren in ihrem Geſpräche fort:Wie ich die Ehre

hatte, Ihnen zu ſagen, Madame Mattoux, meine Tochter iſt dort wie im Paradies! wEin köſtlicher Platz!... faſt nichts zu thun, als Kinder ſpazieren zu führen, zu putzen und zu wiegen. Wenn ſie ſchla⸗ fen, begibt ſich Roſa zu der Geſellſchaft im Vor⸗ zimmer; alle Herren und Damen ſind, wie ſie mir

ſagte, ſehr liebevoll gegen ſie.,. Ihre Frau iſt frei⸗