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in keinem großen Rufe der Sittſamkeit ſtehe!.. Wollen Sie aber gefälligſt glauben, daß ich nicht ſo oberflächlich wie Dubois handle, und bevor ich ein Band knüpfe, wiſſen will, mit wem ich zu thun habe. Jene Dame in dem veilchenblauen Mantel ſah ſehr vornehm aus, und obwohl ſie allein im Theater war, verrieth doch ihr Benehmen, ihre Hal⸗ tung, kurz Alles eine Perſon von Stand; trotzdem hätte ich, wenn ich auch ihre Bekanntſchaft hätte ma⸗ chen können, es nicht bei dem äußerlichen Anſehen beruhen laſſen, ſondern hätte mich überzeugen müſ⸗ ſen, ob ich, ohne zu erröthen, ihr den Arm geben könnte. Vergeſſen wir jedoch jene Dame, die ich ohne Zweifel nicht wiederſehen werde, denn ich bin noch nicht ſo romantiſch, als daß ich lange Zeit in eine Unbekannte verliebt wäre.
Das Kaffeehaus iſt geſteckt voll. Hier verſam⸗ meln ſich nach dem Schauſpiel die täglichen Theater⸗ gäſte, die Müßiggänger, die Angeſtellten des Thea⸗ ters, welche über das neue Stück ihre Meinung geben; Jeder bringt vor, man hätte ihm folgen, die ausgepfiffene Scene weglaſſen und die Stelle, welche einen ſchlechten Eindruck gemacht hat, verändern ſol⸗ len. Wenn man alle dieſe Leute hört, ſollte man glauben, ſie können ſich unmöglich täuſchen; ſie haben eine ſo große Bekanntſchaft mit der Bühne und ken⸗
nen den Geſchmack des Publikums vollkommen!...
Sogar die alten Dominoſpieler zucken die Achſeln und rufen aus:„Gewiß! das iſt ſchlecht, abſcheulich, ich hatte es geſagt!...“ Und dieſe Herren haben
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