während der Vorſtellung des Schauſpiels, das ſie tadeln und von dem ſie nie eine Probe ſahen, ihr Spiel nicht verlaſſen. Arme Schriftſteller! von wem werdet ihr beurtheilt! All⸗ dieſe Leute, welche euer Stück nach der Aufführung ſo gut zuſchneiden, wä⸗ ren nicht im Stande geweſen, ein Wort zu ändern, noch vor der Vorſtellung eine mangelhafte Stelle zu bemerken. Boileau hat ganz recht:
„Das Tadeln iſt wohl leicht, die Kunſt iſt aber ſchwer.“
Beim Eintritt in das Kaffeehaus bemerke ich jene zwei kleinen Mädchen meiner Loge, welche mit einem jungen Manne, den ich in dem kleinen Stücke ſpie⸗ len ſah, Bier trinken und Spritzkuchen eſſen, an deren zweitem Dutzend ſie ſchon ſind. Ich fürchtete wirklich für ſie, und hatte Luſt, Thee für ſie zu be⸗ ſtellen.
Dubvis zieht mich mit in den Hintergrund des Kaffeehauſes, indem er aus allen Kräften ruft: „Komm' doch hieher.
„Ich ſehe keinen Platz.“
„Komm' immerhin.., ich will mir Platz machen laſſen„
Wir kommen zu zwei Jungfern hin, welche ſich Milchreis ſchmecken laſſen. Neben ihnen ſitzen zwei
Männer, welche Likör trinken und Domino ſpielen.
Dubvis ſetzt ſich ohne Umſtände an ihren Tiſch, in⸗ dem er ſagt:„Dieſe Herren werden es wohl erlau⸗ ben und uns ein wenig Platz machen!“
Die Dominvſpieler ſehen Dubvis mit einer böſen


