Die Schöne, welche in der Loge hinter mir ſaß, hatte mit ihrer Hand meinen Kopf leicht berührt. Ich ſehe auf und verbeuge mich: Es iſt auch eine ſehr ſchöne Dame; Viele halten ſie vielleicht für hüb⸗ ſcher als die blaſſe, ernſthafte Dame; ſie feſſelt jedoch mein Herz nicht ſo, wie der veilchenblaue Mantel, vielleicht, weil dieſer mich nie anſchaut, während ich die andere ganz behaglich betrachten kann. Die Menſchen ſind ſo ſonderbar, oder die Natur hat ihnen vielmehr ein ſo ſonderbares Herz gegeben, denn wir ſind ſicherlich nicht mit unſerem Willen ſo und lieben eher das, was wir nicht haben können; wenn wir uns ſelbſt gemacht hätten, ſo würden wir wahrſchein⸗ lich alle dieſe kleinen Unannehmlichkeiten nicht haben. „Ah!.. piff. paff. Schau', wie man ſich im Parterre ſchlägt... Ach, mein Gott, Marie, gerade unter dem Kronleuchter... neben unſern Männern; wenn ſie ſich nur nicht darein verwickeln.. Miſche Dich nicht darein, Bribri, miſche Dich nicht darein, hörſt Du!. Du verlierſt Deine ſchwarzſeidene Kappe!“ Meine Nachbarin legte ſich auf das Geländer und erſtickte mich faſt mit ihrem ſchweren Körperz ich hob ſie ſachte mit den Worten zurück:„Beruhigen Sie ſich, Madame; Sie ſehen ja wohl, daß Herr Bribri ganz ruhig iſt und der Streit ihn nicht berührt.“ „Ach, ich kenne meinen Mannz ein Wort⸗ würde hinreichen, um ihn darein zu verwickeln. Er iſt zwar klein, aber das iſt einerlei, er iſt ein Raufer wie ein Geier.“ Die Dame mit dem veilchenblauen Mantel dreht
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


