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wenig Teint, iſt eher blaß und von ernſthafter Miene, aber ich liebe die ernſten Frauenzimmer ſehr: ein ernſthafter Mund wird ſo verführeriſch, wenn er lächelt, während ein Mund, der immer lacht, be⸗ ſtändig einerlei iſt.
Dieſe Dame hat wahrſcheinlich die Aufmerkſam⸗ keit, womit ich ſie betrachtete, wahrgenommen, denn ſie dreht ſich ſo, daß ich ſie nicht mehr ſehen kann. Beim Teufel! das iſt ſehr widerlich.. ich bin nicht ſo frei, mit ihr zu reden.. ihre Miene erlaubt auch nicht wohl, ein Geſpräch mit ihr anzuknüpfen. Wozu würde es im Grunde auch dienen, mit dieſer Dame zu reden? Was treibt mich, ihre Vekanntſchaft zu machen? Bleiben wir ruhig, das wird viel beſſer ſein. Habe ich mir nicht das Verſprechen gegeben, artig zu ſein, auf keinen Ball mehr zu gehen, die Griſetten nicht mehr zu beſuchen, bei dem Gaſtwirth mit Freunden, die den Champagner eben ſo gern als ich trinken, nicht mehr ſo oft zu diniren, nicht mehr zu reiten, noch Ecarté zu ſpielen?
Es iſt indeſſen ein ſchrecklicher Gedanke, man werde vielleicht eine Perſon nicht mehr ſehen, welche uns gefällt, uns mit Liebe erfüllt, zu der uns eine geheimnißvolle Sympathie hinzuziehen ſcheint; freilich faßt dieſe Sympathie ſehr oft zwiſchen einem ſchönen Frauenzimmer und einem hübſchen Jüngling feſten Fuß. Habe ich es nicht ſchon hundert Mal empfun⸗ den? Ich will hiemit nicht ſagen, daß ich ſchön bin, aber ich bin von ganzem Herzen verliebt. „Ach, verzeihen Sie mir doch, mein Herr!....


