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„Still doch,“ ſagte Frau Gerard,„ſpricht man auch ſo, wenn der Vorhang aufgezogen iſt?“
„Zur Thüre hinaus!“ ſchreit man vom Parterre.
„Wollt ihr ſchweigen, Gauner!“ ruft eine Stimme vom Juchhe.
Es wird wieder ruhig; das kleine Stück geht zu Ende. Sobald der Vorhang fällt, ſetzen ſich meine Nachbarinnen auf's Neue in Bewegung und winken ihren Gatten.
Der wohlgefällige Herr geht hinaus, indem er an ſeinem Platz einen Handſchuh zurückläßt; die bei⸗ den Griſetten ſteigen aus den Sitzen hinaus; der neben der hübſchen Dame ſitzende junge Mann ent⸗ fernt ſich ebenfalls; ich glaubte, die Damen Bribri und Gerard würden deßgleichen thun, allein ſie blie⸗ ben zu meinem Leidweſen.
Als jene Dame auf dem Vorderſitze es ſich für
den Augenblick bequem machen kann, ſieht ſie ſich in
dem Saale um, was mich ihre Züge näher betrach⸗ ten läßt. Ich hatte mich nicht getäuſcht: ſie iſt ſehr ſchön! Je mehr man ſie betrachtet, deſto mehr gefällt ſie... wenigſtens mir. Schöne, mandelartig geſchlitzte Augen, obwohl ſchwarz, doch vom lieblichſten Aus⸗ druck, kaſtanienbraune Haare, mittelmäßige, aber angenehm geformte Naſe, weder großer noch kleiner Mund und Zähne(ihr geſchloſſener Mund erlaubt es zwar nicht, ſie zu ſehen, allein ich wollte wetten, ſie muß ſchöne Zähne haben; überdieß muß man immer für ſchön halten, was man nicht ſieht: dieß koſtet nicht mehr und befriedigt doch); freilich hat ſie ſehr


