es iſt unausſtehlich... Sie verwickeln Ihre Füße mit den meinigen; bald kann ich die Arme nicht mehr rühren, um eine Priſe Tabak zu nehmen.“
Alſo redet der große trockene Herr die zwei Gri⸗ ſetten an, welche zu ſeiner Rechten ſitzen und von denen die Aeltere ihm, in's Geſicht lachend, erwie⸗ dert:„Wir rühren uns nicht!“ Dann drehen ſich die jungen Mädchen um⸗ ziſchen auf's Neue unter lautem Gelächter, betrachten den jungen Mann mit der ſtau⸗ nenden Miene und dem offenen Munde, der hinter ihnen ſitzt, ſchneiden Geſichter, ſtrecken die Zunge gegen ihn heraus und deuten zuletzt mit dem Finger auf den ſchneckenförmigen Mantel.
Man läutet drei Mal. Meine Nachbarinnen ſetzen ſich wieder; das kleine Stück beginnt. Die zwei Ar⸗ peiterinnen, welche unter den Schauſpielern wahr⸗ ſcheinlich eine Liebſchaft und ſich auf den Balkon geſetzt hatten, um ihren Gegenſtand näher zu ve⸗ trachten, halten den Kopf vor und neigen ſich auf die Vorbühne mit den Worten:„Ah, wie ſchön nimmt er ſich aus! wie herrlich ſteht ihm dieſe Kleidung!... Er trägt die Stecknadel, welche ich ihm vorgeſtern gegeben habe.. Ach⸗ er ſieht uns er ſchaut auf uns.. ich bin ganz in ihn ver⸗ narrt.“
„Ich kann vor Ihnen gar nichts ſehen, meine Fräulein,“ ſagt der große Herr;„Sie beugen ſich mit dem halben Körper über das Geländer hinaus.“
„Sonſt würden wir nichts ſehen; es iſt noch ein Glück für Sie, daß wir keine Hüte aufhaben.“


