Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Die Nachbarin wirft ſich nun auf mich, legt ihre Hand auf meine Schulter, um ſich gegen das Par⸗ terre vorzuneigen, während der alte Herr ſich um⸗ wendet und auf dieſe Frauen grimmige Blicke wirft, die ſie aber nicht beachten, indem ſie immerfort reden, wie wenn ſie zu Haus wären.

Wenn uns doch Gerard ſehen würde!

Wie dumm, daß ſie nicht zu uns heraufblicken... wart', ich will die Hand in die Höhe halten. Hm!... hm!

Zum Glück für mich bemerkten die Herren Gerard und Bribri die Signale ihrer Frauen, ſonſt hätten dieſe ihre Manöver nicht unterlaſſen; allein ſie be⸗ ruhigten ſich auf das Lächeln, das man ihnen erwie⸗ derte und ſaßen auf ihre Plätze zurück, worauf ich wieder frei athmen und vor mich hinſehen konnte.

Der veilchenblaue Mantel verhält ſich immer gleich ruhig, rührt ſich nicht, ſieht weder rechts noch links und ſpricht kein Wort mit den Nachbarn. Für eine Dame, die allein in's Theater geht, iſt dieſes Be⸗ tragen ſehr auffallend. Ich befinde mich gerade hinter ihr, könnte meine Kniee an ſie anlehnen und mit meiner Hand ihr Kleid ſtreifen, welches Vergnügen ſich ſo viele Theaterfreunde machen. Aber Gott be⸗ wahre mich vor einem ſolchen Betragen! es iſt eben

nicht gar artig, einer Dame durch Stoßen mit den

Knieen und Kneipen in die Hüften zu erkennen zu geben, daß ſie uns gefällt, was man ſich bloß gegen öffeni⸗ liche Mädchen erlauben mag, mit denen man folg⸗ lich die Frguenzimmer, welchen man ſolche Beleidi⸗