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werde mich damit begnügen, mich nach ihr zu er⸗ kundigen.
Allein Jemanden will ich ſehen und ſuchen: den elenden Blagnard. Mehrere Tage lang fahnde ich unausgeſetzt nach ihm. Ich verlange, Dubois ſoll mir in meinen Nachforſchungen helfen, allein Dubois, der erräth, warum ich dieſen Schurken finden möchte, be⸗ hauptet, er habe ſich nach Sibirien geflüchtet und es ſei alſo vergebens, ihn aufzuſuchen.
Es ſind nun ſechs Wochen, ſeit ich nach Paris zu⸗ rückgekehrt bin und ich ſchicke alle Tage, um Etwas von Auguſtinen zu erfahren; allein ehe drei Monate verfloſſen ſind, will ich mich nicht bei ihr einſtellen. Dubois ſagt, daß ich bereits wieder Dummheiten mache und daß ich warten werde, ſie zu beſuchen, bis ſie wieder verheirathet ſei. Aber ich fühle zu gut, daß ich nicht bei Auguſtinen ſein kann, ohne ſie meine Liebe ſehen zu laſſen, und es kommt mir vor, als wäre es noch zu bald, mit ihr von derartigen Dingen zu ſprechen.
Eines Abends begegnen Dubvis und ich, vom Eſſen kommend, Jolivet, den ich ſeit langer Zeit nicht mehr geſehen hatte. Nach den erſten Begrüßungen fängt er nach ſeiner Gewohnheit an, von ſeinen An⸗ gelegenheiten zu erzählen, beklagt ſich und behauptet, es gehe ihm kein Geld ein. Einer von ſeinen Gläubigern iſt ſogar eben geſtorben.
„In St. Pelagie?“ fragt Dubvis.
„Nein, im Spital. O! bei dem lohnt es ſich nicht der Mühe, ihn in's Gefängniß zu ſetzen; da war keine


