Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Aber ich höre Geräuſch, Rufen, beſchleunigte Tritte; es iſt Dubvis.. es ſind alle Bewohner des Wirths⸗ hauſes, Auguſtine iſt bei ihnen. Ach, Unglückliche! warum hat man Dich hieher gelaſſen?

Im Nu ſind ſie bei mir. Auguſtine iſt auf die Kniee geſunken; ſie hilft mir ihren Gemahl halten; ſie ſchreit und jammert nicht, allein Thränenſtröme fließen über ihre Wangen. Endlich öffnet Jenneville halb die Augen; er betrachtet ſeine Frau, dann heften ſich ſeine Blicke auf mich; er nimmt meine Hand und ſagt zu mir:Ich wußte, daß Sie hier ſind, mein Freund; ich bin ſehr erfreut, Sie noch einmal zu ſehen.

Wir wollen verſuchen, ihn fortzutragen, man will

einen Verband auf ſeine Wunde legen, er weist alle Hülfe mit den Worten zurück:Es iſt vergebens, der Schuß iſt tödtlich; ich fühle, daß ich nur noch einige Augenblicke zu leben habe. Laſſen Sie mich mit meiner Frau und meinem Freunde reden.

Er gibt den Leuten vom Wirthshauſe und den Bauern ein Zeichen, ſich zu entfernen; Auguſtine und ich, wir bleiben allein bei ihm. Auguſtine hält ſeine Hand, die ſie mit Thränen badet und ich ſtütze ſeinen Kopf auf meine Bruſt. Jenneville ſammelt das Bischen Kraft, das ihm bleibt, um noch mit uns zu ſprechen; zuerſt wendet er ſich an ſeine Frau:Meine liebe Auguſtine, ich verdiene Deinen Schmerz nicht; ich habe Dich in's Unglück gebracht, während ich bei Dir ein ſo angenehmes Leben hätte führen können! Ich weiß, daß Du trotz meines Unrechts mir treu geblieben biſt!