Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Stirne gelagert. Ich will ſie fragen, allein ſie läßt mir keine Zeit dazu.

„Sie waren geſtern hier,“ ſagt ſie;„ich war ge⸗ rade bei Auguſtine.“

„Was iſt ihr begegnet? Ihre Traurigkeit...“

„Nichts, nichts, beruhigen Sie ſich doch, nehmen Sie Platz und hören Sie zu. Es iſt nicht Traurig⸗ keit allein, es iſt Aerger, Zorn, daß ich ſehen muß, wie eine ſo ſanfte Frau an einen Mann ſich hängt, der

„O Gott, Jenneville macht ſie unglücklich! Hätte er den Muth, ſie zu mißhandeln?“

„Nein, mein lieber Deligny, werden Sie nicht zornig; es iſt nur etwas ſehr Einfaches paſſirt, was ich längſt vorausſah. Die Sache iſt die: ich habe Ihnen geſagt, daß Auguſtine ihrem Manne Vollmacht gegeben hatte, nach Belieben mit dem Reſt ihres Vermögens zu ſchalten. Das war eine Dummheit; aber ſie wollte es einmal ſo haben. Eine Zeitlang machte Jenneville keinen Gebrauch von dieſer Erlaub⸗ niß; allein Auguſtine hatte richtig geurtheilt, daß ſein Menſchenhaß, ſeine Zurückgezogenheit von der Welt nur davon herkäme, daß er mißlaunig war, weil er nicht mehr das alte Leben führen konnte. Der liebe Herr hat ihr nun den Beweis davon geliefert; er dachte, das Glück könnte, nachdem es ihm lange genug den Rücken geboten, ihm nun endlich zulächeln, und er wollte wieder gewinnen, was er verloren hatte; er war an der Börſe und ſpielte auf das Fallen der Staats⸗ papiere, wollte agiotiren was weiß ich? Gewiß