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frühſtücken und weinen, während wir Chokolade trin⸗ ken, weinen, während wir Beefſteak eſſen, ſogar wei⸗ nen, während wir heute Abend beim Punſch bei ein⸗ ander ſitzen; wenn wir ſo den ganzen Tag weinen, werden wir bälder damit fertig ſein.“
Es iſt unmöglich, Dubois zu widerſtehen. Zudem fühle ich wohl, daß er recht hat; ſowie eine Lei⸗ denſchaft hoffnungslos iſt, iſt es Th orheit, ſie zu nähren, man muß im Gegentheil Alles thun, um ſie aus dem Herzen zu verbannen. Man ſagt ſich das, allein nicht immer iſt man im Stande, es zu thun.
Ich gehe mit Dubois aus und verlaſſe ihn einen Augenblick, um Juliette zu beſuchen; ſeit vierzehn Tagen habe ich ſie nicht geſehen und ich muß Etwas von Auguſtinen hören.
Juliette empfängt mich mit gewohnter Freund⸗ lichkeit. Sie wartet nicht, bis ich ſie frage, denn ſie weiß wohl, daß ich Nachrichten zu erhalten wünſche.
„Ich habe ſie vor zwei Tagen geſehen,“ ſagt ſie zu mir;„man wohnt nicht mehr in der Boucherat⸗ Straße, ſondern iſt in die St. Germain⸗Vorſtadt gezogen; man geht nie aus, nimmt keine Beſuche an, lebt in der abſoluteſten Einſamkeit; man kann ſich nicht mehr im Mindeſten über den Herrn bekla⸗ gen: er läßt die Frau nach ihrem Willen machen und er ſelbſt ſcheint die Welt zu haſſen; er iſt finſter geworden, ſieht manchen ganzen Tag lang die Frau nicht und verläßt ſein Zimmer nicht. Da ſie meint, ſeine Traurigkeit ſei ein Grund des Bedauerns, das er verſpüre, weil er nicht mehr auf dem alten großen


