Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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92 Fuße leben, nicht mehr treiben könne, was er vor⸗

her getrieben, ſo hat ſie geſagt, daß ihr Vermögen

zu ſeiner Verfügung ſei und er darüber gebieten könne wie über ſein Eigenthum; allein bis jetzt hat er von dieſer Erlaubniß noch keinen Gebrauch ge⸗ macht. Das iſt das Leben, das man führt, und Sie können ſich denken, daß es traurig ſein muß. Man hat mir geſagt, daß man Allem aufbiete, Sie zu vergeſſen; allein ich glaube es nicht und meine faſt, daß die Erinnerung an Sie ihr einziger Troſt iſt. Man hat mich gefragt, ob ich Sie geſehen habe und Sie ſich in die neue Sachlage ſchicken. Ich habe mit nein geantwortet und geſagt, daß Sie ſie immer lie⸗ ben wollen! Man hat erwiedert, daß das unvernünf⸗ tig ſei!.. allein ich habe wohl bemerkt, daß es ihr großes Vergnügen mache. Das iſt, was ich weiß, mein Herr, und ich kann Sie verſichern, daß es die reine Wahrheit iſt.“

Die gute Juliette! Wie glücklich iſt man, wenn man eine ſolche Freundin hat! Ich danke ihr tauſend Mal und bitte ſie, oft Auguſtine zu beſuchen. Ich bin überzeugt, daß ſie ihr all das Vergnügen mittheilen wird, das ich empfinde, wenn ich von ihr ſpreche.

Ich verlaſſe Juliette und ſuche Dubvis wieder auf. Der iſt auch mein Freund, er hat es mir be⸗ wieſen, und er thut von Neuem, was er kann, mich zu tröſten, zu zerſtreuen und das Lächeln auf meine

Lippen zurückzuführen. Um ihn zufrieden zu ſtellen,

ſtelle ich mich manchmal, als hätte ich Alles ver⸗ geſſen, und lache und ſcherze mit ihm. Allein meine