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Auguſtine für mich dieſen Befehl gegeben hat; ſie hat gedacht, daß ich ſie verſtehen werde. In der That: Frau Jenneville ſoll ich nicht ſehen, und Frau Luce⸗ val iſt für mich nicht mehr vorhanden.
Eiligſt verlaſſe ich das Haus und entferne mich ſo ſchnell als möglich. Ich kehre nach Hauſe zurück und überlaſſe mich da ungezwungen meinem Schmerze.
Ich weiß nicht, wie viel Stunden verfloſſen ſind; im Uebermaß der Schmerzen gibt es Augenblicke, wo man nicht mehr denkt, wo man nicht weiß, ob man noch lebt.
Plötzlich kommt das Andenken an Juliette mir in den Sinn und belebt meinen Geiſt wieder. Ju⸗ liette konnte Jenneville nicht leiden und behandelte
mich als Bruder; gehen wir zu ihr und theilen wir
ihr meine Schmerzen mit.
Der Gedanke, daß ich Jemand ſehen werde, der meine Schmerzen theilt, ſcheint mir ſchon wieder etwas Hoffnung zu geben. Ich eile zu Julietten, ſie iſt allein ich dringe zu ihr.
„Armer Junge!“ ſagt ſie, als ſie mich erblickt, und gibt mir die Hand. Aus dieſem Empfang, aus dieſem Seufzer, den ſie entſchlüpfen läßt, erſehe ich, daß ſie bereits Alles weiß. Ich habe nicht die Kraft mehr, zu ſprechen. Ich ſetze mich zu ihr, reiche ihr Auguſtinens Brief und hülle dann meine Augen in mein Taſchentuch. Ein Mann fürchtet ſich, Thränen ſehen zu laſſen; allein ich hatte in dieſem Augenblicke nicht die Kraft, ſie zurückzuhalten.
Nachdem ſie den Brief geleſen hat, nimmt ſie


