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richten. Sie behauptet, das ſei ihre Pflicht! Warum haben denn die Männer das Vorrecht, zu thun, was ſie wollen, und die Frauen ſollen nur das haben, immer zu verzeihen!
Wir ſind in Paris, ich ſteige aus und eile nach der Boucherat⸗Straße; ich fühle, wie es mir das Herz zuſammenzieht, als ich das Haus ſehe, wo ich ſie zum erſten Mal ſprach, wo ich ſo ſüße Stunden an ihrer Seite verbrachte. Der Gedanke, daß dieſe Augenblicke nie wiederkehren werden, iſt grauſam, ich kann ihn nicht ertragen, will mich nicht einmal davon überzeugen.
Zitternd gehe ich in das Haus und frage den Portier:„Madame Luceval iſt vom Lande zurückge⸗ kommen?“
„Ja, mein Herr, Madame iſt dieſen Morgen zu⸗ rückgekehrt. Ach, mein Herr, Madame hat mir ge⸗ ſagt, daß ſie jetzt Frau Jenneville heiße, weil ihr Gemahl, der auf Reiſen war... denn es ſcheint, daß ſie nicht Wittwe war... weil ihr Gemahl nun wieder angekommen iſtz ſie erwartet ihn heute noch. Ferner hat ſie mir geſagt:„Ich bin künftig für die Perſonen, die nach Frau Luceval fragen, da ich jetzt Frau Jenneville bin, nicht zu ſprechen.. Daher be⸗
merken Sie, mein Herr, zu wem Sie wollen: wenn.
Sie zu Frau Jenneville wollen, ſo iſt ſie da; wollen Sie zur Frau Luceval, die iſt nicht mehr da.“ Meine innere Pein nimmt bei dieſen Worten des Portiers noch zu. Allein der Name Frau Jenneville ſchreibt mir meine Pflicht vor: ich bin gewiß, daß


