„Nun, weil Sie es haben wollen, ſo gehe ich; allein wie ungern verlaſſe ich Sie!“
„Und ich... glauben Sie, daß ich nicht leide!“
„Doch es muß ſein; alſo, mein Freund, hier iſt die Thüre. Leben Sie wohl.“
„Ich werde Sie morgen ſehen.“
„Ja, ja.“
Ich habe die Thüre geöffnet, die auf das Feld führt und Auguſtine die Hand gedrückt; ich will fort, ſie hält mich zurück, reicht mir noch einmal die ge⸗ liebte Hand und ſagt mir, in Thränen zerfließend: „Leben Sie wohl, mein Freund, es iſt mir, als
wäre es zum letzten Mal!“
Ich drücke ſie an mein Herz; allein ſie nimmt ihren Muth zuſammen, entwindet ſich meinen Armen, und die fatale Thüre trennt uns von einander.
Viertes Kapitel. Der Mann bei ſeiner Frau.
Als Jenneville für Frau von Remonde für ſechs⸗ zigtauſend Franken Bürge wurde, war er bereits ſelbſt in ſeinen eigenen Angelegenheiten bedeutend gehemmt. Seit einiger Zeit hatte die ſchöne Her⸗ minie, die zu Anfang ihrer Verbindung durchaus nichts von ihrem Liebhaber annehmen wollte, ſich in ihrem Benehmen gegen ihn ganz geändert: ſie war wunderbar kokett geworden, und um ihre täglich wiederkehrenden Launen zu befriedigen, brauchte er


