Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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62 gen mich zu kehren, den Brief zurück, und ſagt mit erſtickter Stimme:„Sie müſſen abreiſen, Sie müſſen diejenige heirathen, die man Ihnen beſtimmt hat.“

„Abreiſen!.. mich von Ihnen entfernen... ach! nie, nie!“ Sie dreht ſich nun gegen mich um, be⸗ trachtet mich mit Zärtlichkeit und ſagt:„Allein be⸗ denken Sie doch, lieber Freund, daß das Frauen⸗ zimmer jung iſt und hübſch.“

„Es gibt in meinen Augen nur Eine hübſche Frau!“

„Sie beſitzt Tugenden, Geiſt.. ſie wird Sie lieben.“

„Aber ich werde ſie nicht lieben.“

„Sie iſt reich, und Sie werden auf's Neue alle Ihre Wünſche befriedigen können.“

„Ich habe nur noch einen, einen einzigen, der iſt: Ihnen zu gefallen, von Ihnen geliebt zu werden, Sie immer zu ſehen, und Sie nie mehr zu verlaſſen.“

„Bedenken Sie doch, daß unauflösliche Bande...

daß ich nicht Ihre Gemahlin werden kann.“

„Ach! gehören Sie mir mit Ihrem Herzen, mit Ihrem Willen allein an. Glücklich in Ihrer Liebe, werde ich da noch andere Wünſche haben?“

Ich liege ihr zu Füßen, drücke ihre Kniee und ſie ſtößt mich nicht zurück; ich ergreife ihre Hände, be⸗ decke ſie mit Küſſen, umarme ſie, und ſuche auf ihren Lippen noch ſüßere Küſſe. Sie kann ſich nicht mehr vertheidigen, ihr Kopf ruht auf meiner Schulter und ſie will vergebens meinen Liebkoſungen ausweichen. Ich bin im Begriffe, glücklich zu ſeyn, als eine Stimme erſchallte: es iſt die ihrer Magd, die ſie beim Namen

ruft; die Stimme kommt näher, ich muß von ihr