gemacht, daß Du in Paris das Vermögen Deiner Mut⸗ ter verſchwendet haſt, weil Vorwürfe das Unglück doch nicht wieder gut gemacht haben würden, allein ich bin hier beſchäftigt, Dir eine Frau zu ſuchen. Ich habe ein Mädchen von achtzehn Jahren, geiſt⸗ reich, gut, hübſch und reich für Dich gefunden, die Dich gerne heirathen will, weil ich ihr geſagt habe, daß Du ein artiger Burſche ſeieſt, und weil ih Eltern ihre Einwilligung dazu gaben, indem ich fur Dein künftiges Betragen eingeſtanden bin. Eile alſo, Paris zu verlaſſen, und bringe ja Deinen Freund Dubois nicht mit. Lebewohl, mein Freund, ich erwarte Dich; beeile Dich, die Sache lohnt ſich ſchon der Mühe.“
Er will mich verheirathen!... Ich hätte es er⸗ warten können nach dem, was er mir bei ſeiner Ab⸗ reiſe ſagte. Eine hübſche, liebenswürdige und reiche Frau! Ich geſtehe, daß viele junge Leute an meiner Stelle ſich Glück zu ſo Etwas wünſchen würden, allein mir iſt es ſehr leid, mein Vater, denn ich werde Ihr Fräulein nicht heirathen; wäre ſie Millionärin und ſchön wie Venus, ſo thäte ich es doch nicht. Ich will nicht heirathen, das iſt ausgemacht, denn ich müßte mich von Auguſtine entfernen, müßte darauf verzich⸗ ten, ſie zu ſehen, und das iſt mir unmöglich.
Ich ſtecke den Brief meines Vaters in die Taſche und nehme ihn am andern Morgen mit nach Luciennes. Ich will bei Auguſtine nicht thun, als bringe ich ihr ein Opfer; allein wenn dieſer neue Beweis meiner Liebe ſie dennoch entſcheiden fönnte, mich glücklich zu


