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„Mein Freund,“ nimmt ſie wieder das Wort, „Sie wiſſen, daß ſchnell Jemanden verbinden ihn doppelt verbindlich machen heißt; wann kehren Sie nach Paris zurück?“
„Auf der Stelle. Geben Sie mir dieſen Brief... ich werde erſt zurückkommen, wenn Alles beſorgt iſt. Leben Sie wohl!“
„Ach, wie liebenswürdig Sie ſind. allein um⸗ armen Sie mich, ehe Sie fortgehen.“
Was thäte man nicht um eine ſolche ſüße Gunſt! Ich umarme ſie... mit aller Macht... denn ich reiſe ab. Ich kehre langſam nach Bouginal zurück, treffe dort ein Retour⸗Gefährt, und ſo bin ich nun wie⸗ der auf dem Wege nach Paris.
Ich weiß nicht, warum ich eine geheime Befrie⸗ digung bei dem Gedanken empfinde, daß Frau Luceval nicht mehr ſo reich iſt... es ſcheint mir, als nähere
dieſer Unfall ſie mir mehr; ſie wird zwar dadurch
nicht freier und doch... Allein wenn man immer die Urſachen der Gefühle zergliedern wollte, die uns be⸗ wegen, ſo würde man nie fertig werden.
In Paris angekommen, eile ich zu dem Notar; er verſpricht mir, die Gläubiger Jenneville's im Na⸗ men ſeiner Frau zu bezahlen, und ich begebe mich wieder auf den Weg, um ihm ſo ſchnell als möglich
Alle zuzuſenden, die den Gemahl Auguſtinens gefangen
halten. Ich gönne mir keinen Augenblick Ruhe, bis ich die Namen und die Adreſſen der Gläubiger habe, nnd laſſe ihnen ſagen, ſie ſollen ſich zum Notar der Frau Luceval begeben. Allein ich will nicht ſelbſt


