Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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54 einem Briefe in der Hand zurück und nimmt mich auf die Seite.

„Lieber Freund, Sie haben mir ſchon Beweiſe Ihrer aufrichtigen Anhänglichkeit gegeben, ich bitte Sie heute noch um einen neuen.“

„Was ſoll ich thun?“

„Ich kann meinen Gemahl nicht im Gefängniſſe laſſen... mein Vermögen iſt nicht beträchtlich, alle“ ich opfere gerne die Hälfte, um Herrn Jenneville zu befreien... Ach, wenn es ſein müßte, wollte ich Alles hingeben, was ich habe!... der Reichthum kann mich nicht glücklich machen! Hier, nehmen Sie dieſen Brief an meinen Notar; ich gebe darin Ihnen die dazu gehörige Vollmacht, die nöthigen Gelder in Empfang zu nehmen und die Angelegenheiten zu be⸗ endigen. Ich glaube, Sie werden ſo gut ſein und ſich mit Bezahlung aller Schulden des Herrn Jenne⸗ ville abgeben. Indeſſen will ich nicht, daß er nicht wiſſen ſoll, daß ich es bin, die ſeine Schulden be⸗ zahlt. Ich werde hier keine falſche Großmuth heu⸗ cheln: Herr Jenneville glaubt, ich fühle mich ſchuldig gegen ihn; er ſoll ſehen, daß wenigſtens nicht alles großmüthige Gefühl in mir erſtorben iſt. Ich habe auch meinem Notar aufgetragen, ihm zu ſagen, daß ich ihm jährlich eine Penſion von tauſend Thalern ausſetze.. die gleiche Summe bleibt mir auch noch iſt das nicht mehr als genug.. namentlich wenn Sie mir manchmal Geſellſchaft leiſten?“

Welch eine Frau!... allein ich wußte wohl, daß

ſie ſo handeln werde.