Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

₰

41

mir das Eſſen mit ihr vorkommt! Allein Alles iſt Vergnügen mit ihr: Leſen, Muſik, Spazierengehen. Ich finde bloß, daß der Tag zu ſchnell vorüber geht. und am Abend muß ich wieder fort... es wäre wohl viel angenehmer, wenn ich nicht fort müßte.

Juliette erräth ohne Zweifel meine Wünſche; als

es Abend iſt, ſage ich traurig:„Ich muß nun nach

Paris zurück!“ Da ruft ſie aus:„Wie wollen Sie 3

denn fortkommen?... Sie haben ja kein Gefährt?“

„Ich werde in Marly warten, bis eins durch⸗ kommt.“

„Und wenn kein Platz mehr darin iſt?“

„Dann kehre ich zu Fuß zurück.“

„Zu Fuß... das wäre luſtig!... drei lange Stunden zu Fuß zu machen!... Es ſcheint mir, daß Sie viel beſſer daran thun würden, wenn Sie hier blieben... Auguſtine hat gewiß noch ein Schlafzim⸗ mer für Sie.“

Ich ſehe Auguſtine an: ſie hat die Augen zu Bo⸗ den geſchlagen und antwortet zögernd:„Hier zu blei⸗ ben.. Was wird die Welt ſagen...

„Die Welt!... die Welt!... ach, liebe Freun⸗ din, beunruhige Dich doch nicht immer darüber, was die Leute ſagen, die manchmal ſo verkehrt urtheilen. Biſt Du nicht Deine eigene Herrin?... Was iſt es denn für ein Unrecht zu Allem hin, wenn man Ge⸗ ſellſchaft auf dem Lande hat?... Bin nicht ich auch hier? Außerdem haſt Du keinen Mann im Hauſe hier, als Deinen alten Gärtner, und ich fürchte mich

— F—