Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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denn ich glaube, daß das Herz des Unſchuldigen viel eher in Aufruhr geräth, als das Herz des Ver⸗ brechers.

Juliette hat Mitleiden mit meiner Unruhe; ſie nimmt lächelnd meine Hand und ſagt zu mir:„Seien Sie ruhig; können Sie denn glauben, daß Ihre Gegenwart ihr nicht angenehm ſein wird?“

„Ach, Madame, wenn man ſehr liebt, fürchtet man immer.“

„Deßhalb ſeid ihr Herren gewiß gewöhnlich ſo dreiſt.“

Eine alte Bäuerin hat uns das Hofthor aufge⸗ macht.„Madame Luceval iſt im Garten,“ ſagt ſie uns; ſie will ſie holen. Juliette gibt das nicht zu und will ſie lieber im Garten aufſuchen; ich folge ihr.

Der Garten kommt mir ziemlich groß vor. Wir ſind ſchon durch zwei Alleen gegangen, und ich ſehe keine Auguſtine. Plötzlich bleibt Juliette ſtehen und deutet auf eine Laube.„Da iſt ſie,“ ſagt ſie,„ver⸗ ſtecken Sie ſich einen Augenblick hinter dieſes Buſch⸗ werk.“

Ich thue, was ſie mich heißt; allein ich bin bloß zwei Schritte von ihr entfernt und kann alſo die ge⸗ liebte Stimme hören.

„Du biſt es!“ ruft Auguſtine beim Anblick ihrer Freundin aus.„Ach, wie froh bin ich.. und doch bin ich recht böſe auf Dich!. mir gar nicht zu ant⸗ worten!... Umarme mich immerhin.„ich will Dich nachher auszunte.—*

„Liebe Freundin, Du hatteſt ſo große Eile, Paris⸗