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„Nun, edler Freund, wie geht es mit der Ge⸗ ſundheit und der Liebe?“
„Schlimm, ſehr ſchlimm!“
„Befindeſt Du Dich unwohl?“
„Nein. ich befinde mich ganz gut.. allein ſie iſt abgereist!.. abgereist, ohne mich zu ſehen... und ich muß vierzehn Tage fern von ihr zubringen!“
„Nun, mein Freund, man nimmt auf vierzehn Tage eine Andere, das vertreibt wenigſtens die Zeit. Ich führe Dich heute Abend in einen Kreis, wohin auch zwei Nähterinnen kommen, die einen Curſus der franzöſiſchen Sprache nehmen wollen, um in die Chöre der italieniſchen Oper einzutreten; wir werden ſie Signores tituliren, das wird ſie beſtechen.“
„Nein, Dubvis, ich gehe nicht in Deinen Cirkel; ich will nichts von Deinen Nähterinnen... Ach, Du
weißt nicht, was es heißt, verliebt zu ſein!“
„Ich weiß nicht, was das heißt! Ich, der ich gar nichts Anderes treibe!.. Indeſſen komm' mit zum Mittageſſen; man kann wohl verliebt ſein, allein
man muß doch eſſen. es iſt zwar unangenehm,
allein es iſt einma ſo.“
Während ich mit Dubois eſſe, erzähle ich ihm meine Unterhaltung mit Jolivet; Dubois lacht über meine Idee, ihn reich werden zu laſſen, und wünſcht, Jolivet zu begegnen, um auf ſeine Koſten zu lachen.
Trotz der inſtändigen Bitten meines treuen Ge⸗ fährten gehe ich Abends nicht mit ihm in die Geſell⸗ ſchaft, wo die beiden Nähterinnen ſich einfinden ſollen. Klugheit iſt vielleicht nicht die einzige Urſache meiner


