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guftinens Gatte nicht verdient, war ſie ihm doch immer treu.“
„Höre, mein Junge, wenn es Dir Spaß macht, ſo will ich glauben, eine Ratte ſei ein Ochſe, damit Du ſiehſt, daß ich gefällig bin. Wenn Du aber in der langen Zeit, die Du ſchmachteſt und ſeufzeſt, nicht weiter gekommen biſt, ſo muß ich Dich bloß bedauern. Laß uns jetzt von Dir reden; Du haſt Dich ver⸗ wundet, Du biſt krank geweſen.. ich habe es erſt heute Morgen erfahren... ich bin ſeither wieder aus⸗ gezogen. wie geht es Dir denn?“
„Ach, mein Freund!.. ich fühlte mich eben ganz geneſen! Sie hatte mir endlich geſtanden, daß ſie mich liebe.. Aber das unerwartete Erſcheinen ihres Gemahls hat all ihren Schmerz wieder aufgerührt, und ich fürchte, daß..
„Du fürchteſt immer!. Pfui! ſieh' mich an... ich habe nie gewußt, was Furcht iſt. Ich laſſe mich aber auch meine Liebſchaften nicht ſo angreifen!... Ei! biſt Du kräftig genug, eine Cotelette und ein Huhn mit mir zu eſſen?“
„Nein, mein Freund, heute noch nicht, ich bin zu ſchwach, und die Erlebniſſe dieſes Tages haben ſo mächtig auf mich eingewirkt, daß ich der Ruhe bedarf.“
„Wie Du wünſcheſt... Ich gehe zum Eſſen; heute will ich Dich noch Deinen Seufzern und Dei⸗ ner Liebe überlaſſen; aber morgen mußt Du eine Julienne und ein Beefſteak dazu eſſen, das iſt zwar nicht ſo romantiſch, aber deſto nahrhafter.“
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