16
„Es iſt Alles überflüſſig, mein lieber Dubois; ſie iſt wieder zu ſich gekommen und hat ſich ent⸗ fernt.“
„Dann war es wohl der Mühe werth, mich eine ganze Apotheke kaufen zu laſſen.“ 5
„Du biſt doch ein Narr, daß Du mir eine Heb⸗ amme ſchickſt!“
„Du wollteſt ja um jeden Preis Beiſtand, Hülfe . Ich ſah im Vorbeigehen einen Schild und unten eine Glocke. Ich war ſogar der Meinung, es ſei ein Zahnarzt, aber ich dachte, ich will ihn immerhin ſchicken.. Doch, gleichviel, ich ſtecke meine Arznei⸗ mittel wieder ein und verſchenke ſie in meinem Quar⸗ tier, obgleich meine jungen Eroberungen nicht die Gewohnheit haben, in Ohnmacht zu fallen... Allein man kann nicht wiſſen, es kann ſie auch anwandeln. Ei! laß uns ein wenig plaudern, weißt Du, daß Du ſo verſchwiegen biſt, wie ein Eunuche? Wiel Jenneville's Frau iſt der Gegenſtand Deiner Leiden⸗ ſchaft, und Du ſagteſt mir nichts?“
„Ach ſchweig', Dubois, ſchweig'!... Dieſes Ge⸗ heimniß ſoll nie über Deine Lippen kommen...“
„Dieſes Geheimniß!... Da es der Mann weiß, begreife ich nicht, was ihr zu befürchten hättet... Iſt er außerdem nicht von ſeiner Frau geſchieden!... Das geht ihn nichts mehr an!“
„Ich wiederhole es Dir, ſprich nie ein Wort da⸗ von, wenn Du nicht willſt, daß ich ernſtlich böſe auf Dich werde... Alles, was ich Dir jetzt ſagen kann, iſt das, daß der Schein trügt, und obgleich es Au⸗


