Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

ſo heftig hat man geläutet!... Dieſes Logis hat

man mir genau bezeichnet... Wohlan, mein Herr,

führen Sie mich zu der Perſon... Seit wann fühlt

ſie ſich unwohl? iſt es das erſte Mal der Fall? iſt die Dame noch jung?

Jetzt geht mir ein Licht auf: Dubvis hat mir dieſe Frau zugeſchickt!Sind Sie vielleicht...

Hebamme, mein Herr, und ich darf mich rüh⸗ men, in dieſem Quartier ſehr bekannt zu ſein.

Mein Gott, Madame, ich bedaure unendlich, daß man ſie geſtört hat, aber ich bedarf Ihrer Dienſte durchaus nicht.

Ich kann mir wohl vorſtellen, mein Herr, daß Sie meines Beiſtandes nicht bedürfen, aber man hat mich doch vermuthlich aus irgend einem andern Grunde kommen laſſen.

Man hat ſich getäuſcht, Madame, es iſt ein Irrthum!

Was ſoll das heißen, mein Herr, läßt man eine Frau, wie ich bin, bloß kommen, um ſie für Narren zu haben? Meine Zeit iſt koſtbar, beſter Herr... und die Klingel, die man mir herabgeriſſen hat..

Ich verſtehe Sie, Madamen

Ich drücke der Hebamme einen Fünffrankenthaler in die Hand, worauf ſie mich in Ruhe läßt. Kaum iſt ſie fort, kommt Dubvis mit einem halb Dutzend Fläſchchen im Arme zurück; er ſtellt ſie auf den Tiſch und ſagt:Das iſt für Nervenleiden... das für Ohn⸗ machten. das für Anfälle Lon das für Schwäche.