157 8 nothwendiger geweſen, daß man mir Hülfe geleiſtet habe; ich muß ihm leider Recht geben. Sie wird auf das Land abgereist ſein.. wenn ſie aber ihre Ab⸗ reiſe verſchoben hätte? Ich ſende auf gut Glück meinen Portier zu Frau Luceval. Wenn ſie noch da ſei, empfahl ich ihm, ihr ſelbſt den Brief einzuhändigen, und das Unglück, das mir zugeſtoßen, zu erzählen. Wenn es ſich vom Plaudern handelt, ſo bin ich überzeugt, daß er ſich ſeines Auftrags gut entledigt.
Ich zähle die Minuten ſeiner Abweſenheit; er bleibt lange aus... um ſo beſſer.. er kommt zurück, er hat ſie gefunden... ſie iſt nicht verreist... ſie hat meinen Brief und weiß, was mir begegnet iſt.
„Und was hat ſie geſagt auf dieſe Nachricht?“
„O! mein Herr, ſie erblaßte, ich glaubte, ſie werde auch in Ohnmacht fallen.“
„Ganz gut.“
„Dann zitterte ſie am ganzen Körper.“
„Sehr gut.“
„Dann ſah ſie ſo bekümmert aus.“
„Gut, gut!“
„O ja, gut, gut, daß ſie wohl erkranken könnte;
endlich habe ich Sie Ihretwegen beruhigt. Deſſenun⸗
geachtet wird ſie aber, wie ſie äußerte, ſich alle Tage nach Ihnen erkundigen.“
Alle Tage!. ſie Leist alſo nicht fort... dieſer Gedanke tröſtet mich ein Bischen. Ich kann noch nicht ausgehen; ich habe Fieber und fühle mich ganz ab⸗ gemattet; ich muß mich gut pflegen, wenn ich nicht ernſtlich krank werden will; dieß ſagt der Arzt.


