Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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um zu wiſſen, ob ſie noch nicht nach Haus gekommen iſt. Ich wartete jedoch die Nacht ab, ſah dann an ihre Fenſter hinauf... es brennt ein Licht in ihrem Schlafzimmer. Dießmal wird man nicht zu mir ſagen⸗ ſie ſei ausgegangen.

Ich gehe hinauf, läute, laſſe der Magd keine Zeit, mit mir zu reden und rufe:Madame Luceval iſt zu Hauſe, ich weiß es gewiß, ich habe ſie an ihrem Fen⸗ ſter geſehen.

Ja, ſie iſt da... aber ſie will Niemand empfangen.

Niemand empfangen!... Aber ich bin nicht der Niemand; dieſes Verbot kann mich nicht berühren.

Doch, mein Herr, gerade auf Sie bezieht ſich dieſes Verbot.

Auf mich?...

Ich bin verloren!... Sie will mich nicht mehr empfangen.. Was habe ich denn gethan? Womit

habe ich wieder ihren Zorn verdient? Ach!.. welcher

Gedanke!... Wenn es wäre.. wenn ſie geſehen hätte.. ich will ſogleich meinen Portier verhören.

Im Nu bin ich in meinem Hauſe, nehme meinen Porlier auf die Seite und ſage zu ihm;Hat eine Dame nach mir gefragt, während jenes junge Mädchen bei mir war?

Mein Portier zieht zuerſt mit einer ernſthaften Miene ſeine Doſe aus der Taſche und nimmt eine ungeheure Priſe, ehe er mir antwortete:Mein Herr, warten Sie... man iſt gekommen.. ja. nein⸗ man iſt nicht wegen Ihnen gekommen.

Sie wiſſen es gewiß?