guſtinen zu kommen. Mein Portier lächelt mir bos⸗ haft zu, als er mich erblickt; dieſe Portiers vom Marais ſind alſo nicht daran gewöhnt, daß ein junger Menſch Beſuche von Frauenzimmern erhält.
Ich war bald mit dem Mittageſſen fertig; ich eile zu Auguſtinen mit dem Gedanken, es werde ihr nicht unlieb ſein, zu erfahren, daß mein Vater nicht mehr in Paris ſei, und gehe heiter in ihr Zimmer hinauf.
„Die Frau iſt nicht da,“ ſagt die Magd zu mir, indem ſie mir die Thüre öffnet.
„Die Frau iſt nicht da? Hat ſie Ihnen nicht ge⸗ ſagt, mir mitzutheilen, wohin ſie gegangen ſei? Wo werde ich ſie treffen können?“
„Nein, mein Herr.“
Ich begreife dieß nicht; ſie, die faſt nie ausgeht! „Und doch durfte ſie wohl denken, daß ich kommen werde. Ich entferne mich traurig und gehe mit dem Gedanken fort: wenn ich nur wüßte, wo ich ſie treſſen könnte. Dieſe Abweſenheit ſcheint mir nicht natürlich, ich will nochmals ſehen, ob ſie noch nicht nach Haus zurückgekehrt iſt.
„Die Frau iſt nicht da,“ wiederholte die Magd. Dieſe Leute ſagen dieß mit einer Kaltblütigkeit, die nicht zum Aushalten iſt! Die Frau iſt nicht da... das iſt lächerlich... ich muß mich wieder entfernen, ohne ſie zu ſehen. Und nicht einmal die Güte haben, mir ſagen zu laſſen, wohin ſie gegangen iſt. Nun, vor vierzehn Tagen werde ich nicht mehr kommen.
Es iſt noch keine Viertelſtunde verfloſſen, ſehne ich mich bereits wieder nach der Wohnung Anguſtinens,


