Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Glauben Sie, ſie habe Sie nicht geliebt?“

„Meiner Treu, mein Lieber, ich glaube nie, daß man mich liebt, wenn man mich unglücklich macht... ich kenne nichts Abſcheulicheres, als jene Frauen, welche Einen wüthend machen, indem ſie behaupten⸗ ſie lieben Einen... Ei, veim Teufel! haſſet mich⸗ aber laſſet mich in Ruhe!“

„Sie legen alle Fehler Ihrer Gemahlin zur Laſt; haben Sie ſich nie gegen dieſelbe verfehlt?“

„Mich verfehlt... gegen meine Frau?... Ah! Deligny, was kommt Sie heute an?. Sie ver⸗ fechten die Sache meiner Frau mit einer Wärme... Sie, der nie mit mir davon redete.. ſind Sie viel⸗ leicht in ſie verliebt, ſeitdem ich ſie Ihnen in Auteuil gezeigt habe?“

Ovgleich Jenneville dieſe Worte lachend ſagte, ſo erröthete ich dennoch und wurde verlegen, aber er bemerkte es nicht und fuhr fort:„Haben Sie Au⸗ guſtine ſeither wieder geſehen? hat dieſelbe Sie zu ihrem Advokaten angenommen?“

„In der That, ich habe... einmal... in Geſell⸗ ſchaft Ihre Frau Gemahlin getroffen, und ich geſtehe, daß ſie mir ganz anders vorgekommen iſt, als Sie mir ſie geſchildert haben.“

„Ei, beim Teufel!. in Geſellſchaft ſind dieſe Damen allerliebſt! in ihrem Hausweſen muß man ſie aber ſehen... Doch genug hievon.. wir haben

viel zu viel von meiner Frau geſprochen. ich muß

jetzt ſehen, daß ich Geld bekomme. Elender Blag⸗ nard! ein Mann, in den ich ein Vertrauen ſetzte⸗

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