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verdammten Prozeſſes und des Schadenerſatzes an ihre Gegenpartei. Ich beſitze zum Glück ein Landgut von dieſem Werthe und laſſe wahrlich Herminie nicht ſtecken.“
„Sie wollen Ihr Landgut aus Liebe zu Frau von Remonde verkaufen?“
„Gewiß... Mein Vermögen kommt freilich da⸗ durch ſehr herunter, aber Herminie iſt bloß für den Augenblick in Verlegenheit und wird mir die Summe, die ich ihr vorſtrecke, zuverläßig zurückerſtatten.“
„Jenneville, nehmen Sie ſich in Acht!“
„Was wollen Sie ſagen?“
„Die Frau von Remonde iſt bloß Ihre Maitreſſe Bedenken Sie, dieſe Frauenzimmer ſind launiſch; die, für die wir viel thun, lieben uns nicht immer am meiſten.“
„Herminie hat mir Beweiſe genug von ihrer Liebe gegeben, und ich befürchte nicht, daß ſie ihre Geſin⸗ nung ändert.“
Es lagen mir ſchon einige vertrauliche Worte, die ich ihm mittheilen wollte, auf der Zunge... Aber nein! Ich kann mich nicht entſchließen, ihm Herminie aus dem Kopfe zu bringen, er würde mir doch nicht glauben; überdieß kann ſie eine Leidenſchaft für mich gefaßt haben und doch Jenneville immerfort lieben.. Dos geſchah ſchon oft, namentlich bei Frauen von
Herminiens Schlag.
Wir ſchweigen eine Zeitlang ſtille. Ich weiß je⸗ doch, daß ich ihm einen großen Dienſt erweiſen würde,
Paul de Kock. TLII. 4


