Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Sie iſt wüthend! ich begreife es; ich brauchte ihr Verbot, ſie nicht mehr zu beſuchen, nicht. Ich beſuchte ſie bloß aus Gefälligkeit. bloß um den Wunſch der Frau Luceval zu erfüllen... Von nun an werde ich aller dieſer Gefälligkeiten los ſein.. von nun an werde ich nichts mehr für ſie thun!

Ich zerriß das Billet Herminiens. Ach, ich hatte mir geſchmeichelt, es ſei von einer andern, und dieſe getäuſchte Hoffnung ſchmerzt mich auf's Neue. Au⸗ guſtine wird mir nicht ſchreiben.. es iſt ihr einerlei, wenn ich ſie auch nicht mehr beſuche. ich bin ihr gleichgültig. Wie wunderbar!.. jene Frau von Re⸗ monde, die von Jenneville angebetet wird, iſt in mich verliebt, und diejenige, welche ich liebe, denkt bloß an Jenneville, der ſie verlaſſen hat!... Man ſagt, Alles hat eine gute Seite, aber ich ſuche ſie umſonſt in jener Verkehrtheit des Herzens, welche unſern Leidenſchaften einen ſo unrechten Ort anweist.

Drittes Kapitel.

Was man vorausgeſehen hatte. Ueber vierzehn Tage ſind verſtrichen, ich habe meinen Vorſatz, ſie nicht zu beſuchen, feſtgehalten. Während dieſer Zeit, die mir ſehr lange ſchien, habe ich mich in Geſellſchaften, Schauſpielen, Concerten herumgetrieben, habe mir ſie aus dem Sinne zu

ſchlagen geſucht, aber es iſt mir nicht geholfen. Dubois iſt oft bei mir geweſen. Er führt einen ſchlechten Lebenswandel, hat aber ein gutes Herz;