43
umſonſt: man führt ihn auf das Mauthamt. Wir, Dubois und ich, gingen gerade vorbei, als Jolivet durch den Kutſcher, die Zollwächter und Gaffer, welche dieſer Auftritt herbeigeführt hatte, fortgeſchleppt wurde. Er bemerkt uns, ruft uns, zeigt mit dem Finger auf Dubois, aber wir ſtellten uns, als ob wir ihn nicht hören; ein Cabriolet, in das wir an der Barriére ſtiegen, führte uns ſchnell vom Hafen zurück.
Ich habe mich des Lachens über die Lage Jolivets und den Zuſtand ſeines Anzugs nicht enthalten kön⸗ nen, als er, von Wein triefend, aus der Citadine ſtieg. Aber nach meiner Ankunft zu Hauſe verſchwin⸗ den dieſe Bilder ſehr ſchnell; ich empfinde ſogar eine größere Freude, daß ich wieder allein bin und mich ungeſtört mit Auguſtine beſchäftigen kann.
Meine Magd gibt mir einen Brief. Ich breche das Siegel haſtig auf... wenn ſie mir ſchreiben, mich einladen würde, ich ſolle ſie beſuchen, ſo dürfte ſie nur ein Wort ſagen, und ich wäre an ihrer Seite.
Aber nein! er iſt nicht von ihr... das Billet iſt „Herminie“ unterzeichnet. Ach Gott! jetzt fällt es mir ein... Hatte ſie mir geſtern in Auteuil kein
Rendezvous auf heute Vormittag gegeben?... Nun, was ſchreibt ſie?
„Mein Herr, Ihr Betragen iſt niederträchtig; ſo hat man keine Frau zum Beſten. Wenn Sie es werth wären, ſo würde ich mich wegen Ihres ungebühr⸗“ lichen Benehmens gegen mich rächen. Aber ich verbiete Ihnen, jemals wieder vor mir zu erſcheinen und mich wieder zu beſuchen.“


