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wohne in der Vorſtadt Saint⸗Antvine, neben dem Boulevard.“
„Sie haben alſo die Wohnung gewechſelt?“
„Ja, mein Herr... O, ich wechsle ſehr oft... Kutſcher, in das Haus des Fleiſchers... es hat einen rothen Eingang.“
Jolivet fällt es endlich auf, daß die Wittwe mit fünfzigtauſend Franken Renten in einem Hauſe mit einem rothen Eingang in der Vorſtadt Saint⸗An⸗ toine wohne. Der Kutſcher macht ſeinen Schlag zu und fährt fort... Dubois und ich folgten von ferne der Citadine.
Angekommen an der Barriere hält der Wagen. Jolivet hört während der Fahrt die etwas frechen Reden der Jungfer Charlotte und ihrer Freundinnen mit Verwunderung an; der Zollwächter öffnet den Kutſchenſchlag mit den Worten:„Haben Sie nichts zu verzollen?“
„Nein, gar nichts,“ entgegnet Jolivet, während die drei Jungfern ſich ſo aufrecht als möglich ſetzen und zum andern Schlag hinausſehen. Aber der Zoll⸗ wächter hat die drei jungen Frauenzimmer erkannt, deren Aufzug ſeit einiger Zeit den Verdacht der Mauth⸗
beamten erregt hat. Man hat bemerkt, daß die Jung⸗ fern, welche mit einem ſchlanken Wuchs und keinem
auffallend ſtarken Körper aus Paris hinausgehen, mit dem Umfang einer hottentottiſchen Venus dahin zu⸗ rückkehren. Dik Zollwächter kamen auf den ſcharſ⸗ ſinnigen Gedanken, daß der Hintere ſelbſt nach dem Diner nicht ſo ſehr erſtarken könne; ſie hatten alſo


