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belauern. Ich wurde vernünftiger und ſuchte mich zu überzeugen, daß Jenneville für mich nichts mehr ſei. Um dieſe Zeit etwa begegnete ich Ihnen im Theater. Durch Ihren Namen, der in meiner Nähe ausgeſprochen wurde, erfuhr ich, daß ich mich neben einem Freunde meines Gatten befinde, worauf ich Sie aufmerkſam muſterte.
„Später ſah ich Sie wieder in der Oper; denken Sie ſich aber mein Staunen, als ich Sie bei jenem jungen Mädchen ſah, die ich auch bei meinem Manne bemerkt hatte. Ich hatte darüber tauſenderlei Ver⸗ muthungen, kam aber nie hinter die Wahrheit. End⸗ lich traf ich Sie wieder im Theater frangais. Ich hatte bemerkt, daß Sie mit mir zu reden wünſchen und glaubte, Sie wiſſen ſehr gut, daß ich Jenne⸗ ville's Gattin bin, und er habe Sie aufgefordert, mir den Hof zu machen, um mich auf die Probe zu ſtellen. Dieſer Gedanke ſchmerzte mich, und ich be⸗ ſchloß bei mir, Ihnen zu zeigen, daß ich mich nicht von Ihnen hintergehen laſſe. Sie werden ſich meiner Worte erinnern, als ich Ihnen Zutritt bei mir ver⸗ ſprach.. Ich war überzengt, daß Sie mich verſtan⸗ den und daß Sie ein Abgeordneter von meinem Manne wären.
„Aber bald merkte ich, daß ich mich getäuſcht hatte und daß Sie nicht wußten, wer ich ſei; ich merkte ebenfalls, daß Sie nicht ſo ſind, wie ich Sie beurtheilt hatte. Man hatte Sie mir mit ſehr grellen Farben geſchildert, und ich glaubte, Sie haben die nämlichen Grundſätze wie Jenneville Als ich Sie


