Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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nicht mehr da, er hatte ſich ſogleich entfernt, nach⸗ dem er mir ſeine Abſicht mitgetheilt hatte.

Als ich mich allein ſah, ließ ich meinen Thränen freien Lauf, entſchloß mich aber, mich dem Wunſche meines Gatten nicht entgegenzuſetzen. Ach! ich hätte meine Unfügſamkeit in ſeinen Willen theuer büßen müſſen! Weil ihm meine Gegenwart unerträglich war, ſo ergab ich mich in dieſe Scheidung und ſchrieb ihm, ich wolle mich in ſeinen Wunſch ſchicken.

Jenneville erſchien ſeit jener Zeit nicht mehr vor mir. Ein Rechtsgelehrter wurde mit der Vertheilung unſeres gegenſeitigen Vermögens beauftragt. Ich wurde wieder frei und konnte nach Belieben ſchalten und walten, was mir mein Gatte eines Tages ſagen ließ; zu gleicher Zeit erfuhr ich, daß er nicht mehr bei mir wohne. Ich verließ die Wohnung, die wir miteinander inne hatten; ſie rief mir glückliche Augen⸗

blicke in's Gedächtniß, die nur zu kurze Zeit gedauert

hatten! Auch dachte ich, ich dürfe, da Herr Jenne⸗

ville mich nicht mehr zur Frau haben wolle, ſeinen

Namen ebenfalls nicht mehr führen, weßhalb ich meinen Familiennamen Luceval annahm, und ließ mich, unter dem Scheine einer Wittwe, in dieſem, von der Wohnung meines Gatten entfernten Stadt⸗ viertel nieder. Ich nahm mir feſt vor, in keine Ge⸗ ſellſchaft mehr zu gehen, Niemand als meine treue

Juliette und die ehrbare Frau Dermont zu beſuchen

die jederzeit den innigſten Antheil an mir genom⸗ men hat. Auch machte ich es mir zum Grundſatz, mich