Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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mehr zu Hauſe ſei. Ich wußte nichts hievon und vermuthete nicht im Geringſten, daß Jenneville dieß

verlangte, er möchte mich keinen Augenblick verlaſſen! Indeſſen wagte er es, mir vorzuhalten, daß die Be⸗ ſuche meines Verwandten ſehr beleidigend für ihn ſeien. Empört über dieſen Verdacht, ließ ich dem jungen Menſchen ſagen: er dürfe mich nicht mehr beſuchen, verbarg aber Jenneville auch nicht, welchen Kummer mir ſeine Aufführung, ſeine häufige Ab⸗ weſenheit und Untreue verurſachen. Was ſoll ich Ihnen endlich ſagen... ich wurde meinem Gatten unausſtehlich; er erklärte mir feierlich: daß er un⸗ möglich mehr mit mir leben könne und wir uns tren⸗

nen müßten.

Uns trennen!... nach zweijähriger Ehe!. nach⸗ dem die Liebe unſere Bande geknüpft hatte!.. Ach, mein Herr, Sie können nicht begreifen, wie weh' mir dieſer Vorſchlag that... Ich liebte Jenneville immer noch, und trotz ſeinen Vergehen ſchmeichelte ich mir, er würde wieder zu mir zurückkehren. Aber

Hoffnungen zunichte, er zerbrach mein Herz. Ich fühlte, wie ſehr ich den Undankbaren liebte ich ſchwamm in Thränen. Ich war im Begriff, vor ihm auf die Kniee niederzufallen und die Gnade von ihm zu erflehen, daß ich ihn nicht verlaſſen dürfe, und ihm zu ſchwören, er werde nicht die geringſte Klage mehr aus meinem Munde vernehmen, aber er war