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ein ſehr großer!... gerade nicht das, daß ich eifer⸗ ſüchtig war, ſondern daß ich es nicht verbergen
konnte.
„Jenneville nahm mich in Geſellſchaften mit, aber nur gegen ſeinen Willen. Er gab vor, ich ſei eine Kokette, ſei eine zu große Liebhaberin von Vergnügun⸗ gen. Ich ſuchte aber keine Vergnügungen, ſondern wollte bloß bei ihm ſein, und er vergnügte ſich nicht mehr in ſeinem Hausweſen.
„Bald kam es zu Beſchwerden, Auftritten, Hän⸗ deln. Oft im Augenblicke, wenn wir miteinander in eine Soirée gehen ſollten und ich meine Toilette bereits gemacht hatte, entſchloß ſich Jenneville anders und wollte nicht mehr ausgehen, oder auch, wenn er vorher ausgegangen war und mir verſprochen hatte, mich abzuholen, ließ er mich ganz angekleidet ven Abend mit Warten zubringen, verbarg mir die Einladungen, die an mich ergingen, und gab mir im Gegentheil zu verſtehen, meine Gegenwart ſei in vielen Geſellſchaften lächerlich; kurz, er bot Allem auf, um mir zu entleiden, mit ihm zu gehen. Ver⸗ zeihen Sie, Herr Delignp, dieſe Einzelnheiten ſchei⸗ nen Ihnen vielleicht kleinlich, aber bei einer Frau machen gerade alle dieſe Kleinigkeiten das Glück oder Unglück ihres Lebens aus.
„Jenneville erklärte mir endlich, er wolle ſein eigener Herr ſein und werde ohne mich hingehen, wo es ihm beliebe, weil es ihn anekle, beſtändig eine Frau mit ſich zu ſchleppen. Dieß ſind ſeim eigenen Worte. Ich weinte, klagte.. beging wieder einen


