Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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10 zu mir, indem ſie mir einen Seſſel hinfiellt;wollen Sie mit mir frühſtücken?

Ich ſehe ſie an: ihre Augen ſind roth, aufge⸗ ſchwollen, ſie hat geweint. Ich fühle meine Auf⸗ wallung ſich legen, bleibe beſtürzt ſtehen und weiß nichts zu antworten. Auguſtine betrachtet mich eben⸗ falls und ſagt:Was fehlt Ihnen denn? Sind Sie krank? Iſt Ihnen etwas Widerwärtiges begegnet?.. Ihnen fehlt Etwas, ich ſehe es wohl.

Ich ſetze mich neben ſie und ſtottere:Sie find geſtern in Auteuil geweſen, Madame?

Geſtern, ja; ich bin einen Augenblick mit Juliette dort geweſen... wer hat es Ihnen geſagt?

Ich habe Sie geſehen.

Ich habe Sie nicht bemerkt... ich bin freilich zu kurze Zeit dort geblieben... und bei wem waren Sie?

Bei Jenneville; er hat mich auf Sie aufmerk⸗ ſam gemacht...

Er?

Auguſtine erröthet und ſchweigt; die Stille dauert ziemlich lange; endlich nimmt ſie mich mit den Wor⸗ ten bei der Hand:Nun, jetzt wiſſen Sie, wer ich

Ja, Madame; es wäre mir aber lieber geweſen⸗ wenn ich es von Ihnen erfahren hätte.

Ach, Herr Deligny, ſeien Sie mir doch nicht

vöſe, ich bitte Sie. Schon lange wollte ich es Ihnen anvertrauen, aber ich wagte es nicht. Mein Gatte

hat mich ohne Zweifel mit ſehr ungünſtigen Farben