Herminie betrachtet mich mit ſtaunender Miene, fängt an zu lachen und ſagt dann leiſe zu mir:„Was kommt Sie denn an, mein Herr? Wie, Sie lieben, verehren mich heute Abend? Wählen Sie dieſen Augen⸗ blict, mir es zu ſagen?“
„Wie, Madame! habe ich Ihnen geſagi⸗ ich ver⸗ ehre Sie?“
„Ich glaube, ja, und zwar in ziemlich klaren Worten.“
„Ach, verzeihen Sie, Madame, d'rum wußte ich nicht.. das heißt, ich hätte nicht ſollen...“
„Nun gut, ſeien Sie ſtille, hier iſt der Ort nicht, ſich zu entſchuldigen... morgen früh erwarte ich Sie wir wollen ſehen, wie Sie Ihr Betragen recht⸗ fertigen werden, und ob Sie noch werth ſind, daß man einige.. Achtung für Sie hat.“
Ich weiß nicht, was ich antworte, denn ſeit eini⸗ gen Augenblicken hörte ich kaum; ich glaubte Auguſtine im Schatten unter dem Laubwerk zu erkennen und folgte ihr mit den Augen. Aber die Frau von Re⸗ monde ſteht auf, nimmt mich bei der Hand und ſagte zu mir:„Nun, kommen Sie zum Tanze.. Haben Sie auch vergeſſen, mich dazu einzuladen?“
„Ach, das iſt wahr, Madame.“
„Ich weiß wahrhaſtig nicht, was Ihnen heute Abend fehlt! Sie ſind ganz ſonderbar!“
Die Frau von Remonde zieht mich fort; ich muß tanzen. Ich befinde mich gegenüber von einer Mode⸗ vame und einem Fashionabel, die übrige Quadrille iſt aus ächten Philiſtern zuſammengeſetzt. Ich habe


