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Frau Luceval iſt allein. So oft ich mich unter vier Augen bei ihr befinde, habe ich die Hoffnung, ſie werde weniger ſpröde gegen mich ſein und mir erlauben, von meiner Liebe mit ihr zu reden... Es muß einmal ein Ende nehmen. Obgleich ich in ihrer Nähe ſehr glücklich bin, brenne ich doch vor Sehn⸗ ſucht, es noch mehr zu ſein.. Es kann nicht länger ſo dauern... ſonſt dürften jene Herren ſich mit Recht über mich luſtig machen.
Aber die ſchönſten Entſchlüſſe verſchwinden vor einem ihrer Blicke. Wenn ſie mir verböte, ſie zu be⸗ ſuchen!. Wenn ich in ihrer Nähe jene Stunden, die ſo ſchnell verſtreichen, nicht mehr zubringen dürfte! dann würde ich es bedauern, gegen ſie ungehor⸗
v ſam geweſen zu ſein.. Doch glaube ich, daß ich nach und nach zu ſchüchtern werde!... Wenn ſie mich nicht liebte, ſo würden ihr meine häufigen Beſuche kein Vergnügen machen.
Voll von dieſen Gedanken ſetzte ich mich näher als gewöhnlich neben ſie. Ich nehme ihre Hand, die ich zärtlich in die meinige drücke; einige Minuten lang läßt ſie mir ſie; da ich ſie aber an meine Lippen bringen wollte, zog ſie ſie plötzlich mit den Worten zurück:„Was machen Sie, Deligny? man küßt die Hand ſeiner Freundin nicht..“
„Sind Sie bloß dieß für mich!“
„Ich will bloß dieß ſein!“
„Und Sie werden immer ſo ſpröde bleiben?“
„Ich werde immer ſo bleiben.“
„Und ich, Madame, kann es unmöglich über mein 3


