Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Herz bringen, mit Ihnen von meiner Liebe nicht zu reden, und eine ſo kalte Gleichgültigkeit gegen Sie beizubehalten...

Dann werde ich mir Ihren Beſuch verbitten müſſen

Sie müſſen ſich ihn verbitten!.. dieß wird Sie wahrſcheinlich keine Ueberwindung koften... da Sie mir wegen einiger Worte den Zutritt zu Ihnen ver⸗ bieten...

Sie ſind unbillig, Herr Deligny; ich hoffte, Sie würden an meiner Freundſchaft nicht zweifeln.

Ihrer Freundſchaft!... es wäre mir, glaube ich, lieber, wenn Sie mich haßten. Freundſchaft zwiſchen einer dreiundzwanzigjährigen Frau und einem ſieben⸗

undzwanzigjährigen Manne!.. wie klingt dieß ſo

angenehm!... Mit ſechszig Jahren hegt man Freund⸗ ſchaft, aber in unſerem Alter empfindet man Liebe. Kurz, Madame, wenn ich Ihnen nicht gehäſſig bin, was hindert Sie, mich zu lieben? Sind Sie nicht frei, ſind Sie nicht Ihre eigene Herrin?... Sie ſeuf⸗ zen, antworten mir nicht.

Ich werde Ihnen ſpäter einmal antworten... aber ich bitte Sie, Deligny, ſprechen Sie nicht mehr davon.. Und Ihre Freunde, wie ſtehen Sie mit dieſen? Sie erzählen mir nichts von ihnen?

Ach! Madame, ich bin ihrer überdrüſſig, über⸗ drüſſig der ganzen Welt; ich finde an Nichts Ge⸗ ſallen, wenn ich nicht bei Ihnen bin!.

Es iſt nicht ſchön von Ihnen, diejenigen, welche Sie lieben, zu vernachläßigen.