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„Ja, ich verſpreche es Ihnen.“
Ich umarme ſie noch einmal und gehe fort. Soll ich heute Abend der Frau Luceval Alles ſagen, was ich bei dieſem Mädchen gethan habe?. Nein, Etwas werde ich vor ihr verſchweigen. Allem nach iſt es doch eigen von Frau Luceval, daß ſie mit aller Gewalt haben will, ich ſoll andere Frauenzimmer beſuchen; vielleicht, um die Leidenſchaft, die ſie mir eingeflößt hat, zu zerſtreuen, oder um meine Feſtig⸗ keit auf die Probe zu ſetzen 2... Wenn ich, wie heute Morgen zum Beiſpiel, unterliegen würde, was würde dieß beweiſen? Kann man nicht untreu ſein, und doch nicht aufhören, beſtändig zu ſein?
Abends kehre ich zu Auguſtinen zurück und erzähle ihr Alles, was ich ihr von meinem Beſuch bei Ninie mittheilen kann. Sie hört aufmerkſam auf das, was Herrn Adolph berührt, und ruft endlich aus:„Das iſt nicht ſchön, wirklich nicht ſchön, ein junges Mäd⸗ chen, das ſich ihm geopfert hat, ſo zu behandeln!... es wäre mir, glaube ich, lieber geweſen, wenn er ſie ewig geliebt hätte.“
Ich ſehe nicht ein, was das Benehmen Adolphs, den zu kennen ich nicht die Ehre habe, ſie angehen kann. Auguſtine dankt mir mit liebreicher Miene für meine Gefälligkeit, wie ſie es nennt, als ob ich mich nicht zu glücklich fühlte, Alles zu thun, was ſie wünſcht; und im Grunde war mein Beſuch bei Ni⸗ nie nicht ſo gar unangenehm. Als ich ſie endlich ver⸗ laſſe, reicht ſie mir die Hand und nennt mich ihren Freund!.. Ach! möchte ſie von nun an befehlen


