vin, ich habe es nicht gerne, wenn man mit mir auf der Straße ſpricht, ich verbiete Ihnen für die Zu⸗ kunft, mich anzuhalten und ſich zu ſtellen, als ob Sie mich kennen; ich habe für Sie eine Caprice faſſen können, allein ſie iſt verſchwunden, und von nun an wird nie mehr wieder irgend eine Gemein⸗ ſchaft zwiſchen uns beſtehen. Meine Reiſe nach Eng⸗ land war bloß ein Vorwand, Sie los zu werden; Sie hätten das errathen ſollen; ich wiederhole Ih⸗ nen, unterſtehen Sie ſich nicht mehr, mit mir zu reden; wo nicht, ſo werde ich Sie behandeln, wie man Mädchen Ihres Schlags behandeln muß!... Nachdem er mir dieß geſagt hatte, entfernte er ſich; ich blieb eine Zeitlang unbeweglich auf derſelben Stelle ſtehen, ich konnte nicht mehr gehen, ich meinte, ich müſſe erſticken!... Dann ging ich weinend zu Charlotte, welche mich abermals eine dumme Gans hieß und ſagte, ich hätte meinem Verführer das Ge⸗ ficht ſo zerkratzen ſollen, daß er lange daran gedacht hätte. Seit dieſer Zeit habe ich oft geweint... man
hatte nie mit mir auf dieſe Art geſprochen... die
Mädchen meines Schlags!.. von welchem Schlage
bin ich denn, daß ich ſo behandelt werde?“ „Ihr Herr Adolph hat ſehr Unrecht gehabt; er
hätte Ihnen ſein„ich liebe Sie nicht mehr“ ſagen
können, ohne daß er hätte grob zu werden brauchen. Das iſt durchaus nicht ſchön.⸗
„Freilich iſt das nicht ſchön; als Sie, Herr Paul, mir ſagten, Sie lieben mich nicht mehr, da haben Sie mir wenigſtens keine Grobheiten geſagt!“
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